Meine Mitmenschen und ich

Entwickelte Persönlichkeiten

Wie wir ticken

 

Entwicklungschancen

Jeder Mensch hat zu jedem Zeitpunktden Zugang zu seiner entwickelten Persönlichkeit.

Sehen wir uns den Kommentar von Hannah, einer Helferin, zu dieser Thematik einmal an: „Ich habe gelernt "nein" zu sagen und die Grenzen des Machbaren für mich zu erkennen. War ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Als Burnout-Erfahrene weiß ich sehr gut, wie wichtig es für mich war, diesen Entwicklungsschritt zu machen und in Freiheit zu entscheiden, wo ich auch mal Grenzen setze. Das Schöne daran: Ich habe mehr Kraft und Lebensfreude und sag auch häufig "ja" - dann aber aus ganzem Herzen“. Ihre Gleichgewichtsbilanz zeigt das Profil einer entwickelten Persönlichkeit.

Hannah war ganz unten, hatte einen Burnout. Heute hat sie das Profil einer entwickelten Persönlichkeit. Jeder Mensch hat zu jedem Zeitpunkt den Zugang zu seiner entwickelten Persönlichkeit. Die meisten Mitmenschen finden den Zugang allerding nicht. Hannah berichtet uns, wie sie ihren Zugang gefunden hat. „Ich habe gelernt…“.

Der Schlüssel ist Verantwortung

Ich bin so, wie ich bin, weil ich die Welt so wahrnehme, wie ich sie wahrnehme und mich so verhalte, wie ich mich verhalte: Beim Umgang mit meinen Mitmenschen, bei meiner Ernährung, bei meiner Bewegung, in meiner Lebensweise.

Diese Übernahme der Verantwortung ist unbequem und nicht Mainstream. Viel bequemer ist es, die Verantwortung für das eigene Leben auf die Mitmenschen, die Experten oder die Umstände zu übertragen. Ich bin so, wie ich bin, weil die anderen (oder die Umstände) so sind, wie sie sind. Ich armes Opfer meiner Mitmenschen, meiner Gene oder der Gesellschaft. Aber natürlich nur, wenn etwas schiefläuft. Dann kann ich so herrlich das älteste Psychospiel der Welt spielen: Rechtfertigung und Schuldzuweisung. Ich jedenfalls bin nicht schuld.

Die meisten Mitmenschen haben eine größte Stärke im Verhalten, so etwas wie ein Lieblingsverhalten. Das bedeutet aber auch: Das komplementäre Verhalten wird nicht geübt, wird verdrängt, ignoriert oder sogar bekämpft. Auch das Lieblingsverhalten hat ein komplementäres. Beide Verhalten sind gleichwertig. Das Akzeptieren und Hinzulernen des komplementären Verhaltens ist die größte persönliche Entwicklungschance. Es ist eine Erweiterung der eigenen Verhaltensbandbreite. Es ist der Weg zum Gleichgewicht im Denken, Fühlen und Handeln. Es ist der Weg zur entwickelten Persönlichkeit.

Persönliche Entwicklungschancen

Perfektionisten            Vollkommenheitswahn und Kritiksucht überwinden

Helfer                            Nein sagen lernen und Prioritäten setzen

Selbstdarsteller            Gesunde Selbstkritik und mehr Wahrhaftigkeit

Individualisten             Mehr Ausgeglichenheit und mehr Disziplin

Denker                            Denken mit Handeln verbinden

Traditionalisten              Mehr Selbstsicherheit entwickeln und selbst entscheiden

Lebenskünstler              Vergnügungssucht durch Lebensfreude ersetzen

Machtmenschen             Durchsetzungsstärke in den Dienst der Gemeinschaft stellen

Friedenstifter                   Selbstsicherer und aktiver werden


Was verdrängt wird, kommt mit Wucht zurück!
Wucht kann sein: Stress, Krankheiten, Burnout besonders bei Helfern und jungen Machtmenschen, psychische Störungen, Lebensüberdruss.

Jetzt geht es um das Ich. Das Ich ist in diesem Zusammenhang der Leser oder die Leserin. Eine wirksame und verantwortungsvolle Strategie besteht darin, die Entwicklungschancen nicht länger zu ignorieren und zu verdrängen, sondern sie zu nutzen.

Ein guter Anfang ist der DFH-Test

Wer mehr erfahren will, läd sich das PbI-Manifest